Altstadt · Ermita de Ecce Homo
Ermita de Ecce Homo
Die winzige Kapelle des Santo Cristo de la Caña
Am Rand der Altstadt, an der Calle Chorruelo, steht die Ermita de Ecce Homo, eine kleine einschiffige Kapelle des 18. Jahrhunderts, Heimat des Santo Cristo de la Caña — die caña ist dabei das Schilfrohr, das der verspottete Christus im Ecce-Homo-Bild hält, nicht das Zuckerrohr, für das das Dorf sonst bekannt ist. Man geht leicht an ihr vorbei und übersieht sie leicht, und das gehört zu ihrem Wesen. Einmal im Jahr ist sie nicht mehr still: Am Karmittwoch wird ihr Bildnis von hier in Prozession zur Kirche San Antonio getragen.
- 18. Jh.
- Kleine einschiffige Kapelle
- Cristo
- Heimat des Santo Cristo de la Caña
- Borde
- Am Rand der Altstadt
- Miércoles
- Am Karmittwoch zu San Antonio getragen
Die Datierung ins 18. Jahrhundert und die Prozession am Karmittwoch zu San Antonio sind durch den kommunalen und provinziellen Bestand bestätigt; Gottesdienst- und Prozessionszeiten sind aktuelle Angaben, vor Ort zu prüfen.
Die Kapelle
Klein mit Absicht
Dies ist eine Einsiedelei, keine Kirche: ein einziges Schiff, schlicht im 18. Jahrhundert gebaut, so tief in die Gassen geschoben, dass man sie fast zufällig erreicht. Ihr Maßstab ist der Sinn — eine Ermita gehört ihrem unmittelbaren Viertel und seiner Frömmigkeit, nicht der Silhouette. Stößt man still auf sie, belohnt sie die kleine Entdeckung; so soll man ihr begegnen.
Eine Kapelle, an der man das ganze Jahr vorbeigehen könnte — und der das Dorf an einem Tag gehört.
Volksfrömmigkeit
Glaube des neu besiedelten Dorfes
Die Kapelle gehört zum Kapitel nach 1569. Als die Morisken vertrieben und das Dorf neu besiedelt wurde, etablierte sich in seinen Gassen ein neues christliches Andachtsleben — Bruderschaften, Bildnisse, Prozessionen. Die Ermita de Ecce Homo ist ein kleines, unversehrtes Zeugnis davon: nicht die große Pfarrgeste von San Antonio, sondern die alltägliche Frömmigkeit der Nachbarschaft, die daneben aufwuchs.
Karmittwoch
Ein Tag im Mittelpunkt von allem
Den größten Teil des Jahres bleibt die Kapelle für sich. Am Karmittwoch — Miércoles Santo — nicht: Das Bildnis des Santo Cristo de la Caña wird aus der kleinen Ermita getragen und in Prozession hinab zur Kirche San Antonio geführt. Die Prozessionstradition reicht hier bis ins 16. Jahrhundert zurück, auch wenn die getragene Figur ein neubarockes Werk aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist. Fällt euer Aufenthalt in die Semana Santa, ist dies der Tag, an dem ihr hier sein solltet — doch Öffnungszeiten und den genauen Prozessionsablauf prüft vor Ort, denn sie richten sich nach Kirche und Jahr.
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Findet sie, dann weiter
Die Ermita de Ecce Homo ist eine kleine Entdeckung in den Gassen oberhalb von Casa AMARA. Nehmt sie als stillen Halt zwischen den Keramiktafeln und San Antonio, und fragt vor Ort, wenn ihr die Karmittwochsprozession erleben wollt.